Nährende Sinnbilder


Jugendliche unterwegs mit dem Sinnbild „Pferd“

Hufgeklapper – hinüber und herüber. Wenn ich am Engelburger Dorfplatz tagsüber immer wieder einmal das ein oder andere Pferd mit seiner Reiterin oder seinem Reiter vorbeiziehen sehe oder höre, erinnert mich dies an die erörternden Gespräche mit einem meiner theologischen Lehrer zur Glaubenslehre und ihrer Auslegung während des Studiums, in denen wir damals auch die Zuordnung von Mensch und Natur in den Blick nahmen:
‚Das Leben des Menschen ist ein Leben in und mit der Welt, durch zahlreiche und tiefgehende Beziehungen mit ihr verbunden.’
Es wurde dabei auch festgehalten, dass der Mensch durch das Tier an sein eigenes Wesen erinnert wird. Und im Blick auf das Tier als Teil der Schöpfung wurde formuliert: ‚Es ist nicht selten so, wie wenn das Tier von diesen Zusammenhängen eine dunkle Ahnung hätte, ... wie wenn es unbestimmte Hoffnungen auf den Menschen setzte. Etwas derartiges scheint im Spiel zu sein, wenn das Tier den Menschen nicht bloß sieht und bemerkt, sondern wenn es ihn ansieht.’ Denn die Bilder, die ein Mensch in sich trägt, haben bestimmte Auswirkungen auf sein Leben. Den Tieren lässt sich dabei eine besondere Sinnbildlichkeit für den Menschen zusprechen. Im Anschauen des lebendigen Bildes eines Tieres kann dieses für den Menschen zu einem sein Leben nährendes Sinnbild werden, welches gleichsam „Hoffnungskraft zum Leben“ in sich birgt.
Andreas Barth